APRIL 18, 2022

Macht der Gewohnheit: Business as usual vs. digital Leading

Ist die Digitalisierung Chance oder Bedrohung?

Alles ist bestellbar im Netz. Jederzeit und von überall. Wir kommunizieren global und dank Übersetzungs-Software und Künstlicher Intelligenz sogar in jeder Sprache. Produkte werden zu Services. Fahren mit dem E-Scooter. Übernachten im AirBnB. Serien auf Netflix. Und sich in einem riesigen Entertainment-Programm verlieren.

Unsere Freiheiten sind unbegrenzt. Doch kann es sein, dass unser Gehirn damit noch nicht ganz klar kommt? Stecken wir gedanklich eigentlich noch im analogen Zeitalter fest? Und wünschen uns doch insgeheim die gute alte BRD zurück, in der alles so einfach und unkompliziert war?

Ja, wir halten alle gern an Gewohnheiten fest. Denn solange es läuft, wie gewohnt, kommt auch keine Bedrohung in Form einer Veränderung auf.

Doch an alten Gewohnheiten festhalten bedeutet leider auch: Digital Failed. Und wir möchten dir mit diesem Artikel eines mit auf den Weg geben: Die größte Bedrohung für dein Business, ist die Macht der Gewohnheit!

Die Freude am Funktionieren

Für jeden Unternehmer kommt irgendwann der Punkt, an dem er begreift, dass um ihn herum keine niedlichen Aufblastiere schwimmen, sondern gefräßige Haie. Sie sind schneller, verbissener und in manchen Dingen klüger. Wie etwa in Puncto digitaler Transformation.

Doch lässt dieser Aha-Moment auf sich warten, bleibt die naive Freude am Funktionieren. Und dass, obwohl sich immer mehr globale Unternehmen darauf einstellen, all ihre Arbeitsabläufe zu digitalisieren und dadurch wettbewerbsfähig bleiben.

Andere empfinden digitale Prozesse und Tools als zusätzliche Arbeit, die zu Verlusten im Budget, Druck und Überstunden führt. Vielleicht ist es auch die Angst vor Kontrollverlust oder schlichtweg Gemütlichkeit.

Und während die Haie angetrieben von der Strömung und getrieben von der Eigendynamik aufholen, treiben die Pustetiere gemütlich weiter auf der Wasserfläche. Doch irgendwann geht auch ihnen die Luft aus. Und dann fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen: sie haben die Digitalisierung verpasst und müssen kräftig anfangen zu paddeln, um nicht unterzugehen.

Und alles was zum Aufholen nötig ist, ist eine Änderung der Gewohnheit.

Veränderung als potenzielle Bedrohung

Egal, wie groß dein Unternehmen ist. Wenn ihr noch über Post-Its kommuniziert, Berichte per Hand schreibt und euch alle ständig im Meeting-Raum trefft, statt virtuell vernetzt zu arbeiten, seid ihr meilenweit von der Digitalisierung entfernt. Vielleicht hast du das ein oder andere Tool eingerichtet und denkst nun, nach der Umstellung wäre die Sache erledigt und du gehörst nun auch zu den Digital Natives. Doch du kannst noch viel mehr aus der Digitalisierung herausholen. Und in Zukunft lässt du dich durch virtuelle Räume treiben und kannst deinem Team von jedem Standort aus klarmachen, was es tun soll.

Die Voraussetzung dafür ist jedoch, der Mut zur Veränderung. Bist du bereit, in neue Technik und Tools zu investieren und setzt auf permanente Weiterentwicklung, wirst du es nicht vermasseln.

Es ist natürlich verständlich, dass du Angst vor dem Scheitern hast und nicht weißt, wie du anfangen sollst. Doch Totstellen ist keine Lösung, denn entweder die digitale Welle überrollt dich oder die Haie werden dich fressen.

Digitalisierung verpasst: abschreckende Beispiele

Um dich zu überzeugen, haben wir ein paar abschreckende Beispiele für dich vorbereitet – und zwar von einst erfolgreichen Firmen, die jedoch die Digitalisierung vollkommen verpasst haben.

Kennst du noch die hochwertigen Kameras von Kodak, die sich rasend schnell weiterentwickelten und stets über die neuesten Features verfügten? Tatsächlich gehörte Kodak lange Zeit zum weltweiten Marktführer für Fotoausrüstung und Kameras. Leider schien das Unternehmen ein wenig konservativ zu denken, denn die Notwendigkeit, digitale Kameras zu produzieren (obwohl Kodak eine Lösung bereits in der Schublade hatte), sah es nicht. Warum auch? Veränderung ist schließlich ein Risiko… 

Auch der einstige Versandriese Quelle realisierte erst 2009, dass ein Einstieg in den Online-Handel sinnvoll wäre. Leider viel zu spät, denn Amazon und ebay sind längst an die Spitze vorgedrungen und sorgten dafür, dass Quelle Insolvenz anmelden musste.

Hast du in den 90ern auch ein Nokia 3310 besessen und warst so stolz über deinen Snake-Rekord und die polyphonen Klingeltöne? Nokia war anscheinend etwas zu stolz auf seine Modelle und hielt es wohl nicht für nötig, Smartphones zu produzieren. Und dann kam Apple. Und Nokia stand 2014 endgültig vor dem Aus.

Tipps für deine digitale Transformation

All diese Unternehmen haben eines gemeinsam: sie sind alteingesessen und setzen auf das, was schon immer ganz gut funktioniert hat. Die Idealvorstellung dahinter: stetiges Wachstum bei Altbewährtem. Doch so läuft es nicht im Business, denn ein erfolgreiches und innovatives Unternehmen ist heutzutage digital. Und Prozesse, die heute noch nicht digitalisierbar sind, werden es in Zukunft sein. Die Nutzung digitaler Tools ist die neue Norm!

Damit du den Anschluss nicht verpasst, möchten wir dir einige Tipps mit auf deinen weiteren Weg geben.

Strategie und Finanzierung

Natürlich erfordert eine digitale Umstellung erst einmal mehr Budget, Arbeit und Geduld, die es zu investieren gilt. Daher brauchst du natürlich eine sorgfältige Planung und ausgeklügelte Strategien, um notwendige Schritte einzuleiten. Sei dir bewusst: dies kostet erst einmal Zeit und Geld, wird sich auf Dauer aber auszahlen.

Hilfeleistung

Fakt ist: um deine digitale Transformation voranzutreiben, benötigst du einen hervorragenden Support. Such dir jemanden, auf den du dich verlassen kannst, der deine Branche kennt und binde ihn in dein Team und deine Prozessabläufe ein. So kann dein neuer Digitalexperte nicht nur digitale Schwachstellen aufdecken, sondern findet auch heraus, welche Lösungen deinem gesamten Team die Arbeit erleichtern.

Teamarbeit

Auch dein Team sollte in alle Entscheidungen aktiv einbezogen werden. Gib deinen Mitarbeitern immer das Gefühl, dass diese ein wertvoller Teil des Transformationsprozesses sind und spitze die Ohren, wenn sie neue Ideen einbringen.

Tools

Wähle branchenspezifische Tools, die den Fortschritt deiner Projekte beschleunigen und effizienter gestalten. Ob Kommunikation, Organisation oder Administration - mit dem richtigen Tool kannst du Prozesse standardisieren und reduzierst den Verwaltungsaufwand enorm. Deine Entscheidungen werden präziser und du sparst dir zeitaufwendige Kontrollen.

Dies wiederum hat zur Folge, dass deine Mitarbeiter mehr Verantwortungsgefühl, Motivation und Selbstbewusstsein erlangen.

Technik

Eine zuverlässige Stromversorgung, eine stabile Internetverbindung, riesige Speicherkapazitäten und regelmäßige Back-ups – vergiss nicht, dass auch dein IT-Bereich ausgebaut werden muss, um dem digitalen Wandel standzuhalten.

Schnelligkeit

Die größte Schwachstelle von Unternehmen, liegt in der langsamen Umsetzung der digitalen Transformation. Ob Blockaden, Angst oder die Macht der Gewohnheit dahinterstecken, ist nicht relevant. Nur eines ist wichtig: Komm in die Gänge und beschäftige dich mit neuen Trends und Innovationen, um bald zu den Digital Leaders zu gehören.

Fazit: Alles ist möglich!

Für eine digitale Transformation müssen Menschen, Prozesse und Tools perfekt miteinander harmonieren. Bildet eine Einheit, in der alles möglich ist - digitalisierte Buchhaltung, Kommunikation über mobile Apps und Datenübertragung in der Cloud.

Ja, es ist mühsam, neue Prozesses und technologische Lösungen zu definieren. Und ja, es erfordert eine neue Denkweise auf allen Ebenen. Und ja, sich plötzlich cool, innovativ und digital zu positionieren, braucht Mut.

Doch du wirst es schaffen. Gehe dabei Schritt für Schritt vor und sieh die digitale Transformation als laufenden Prozess. Denn du musst nicht von heute auf morgen alles umstellen. Dein Bedarf ist immer wichtiger, als jeden Trend mitzugehen.

Denk noch nicht an Augmented Reality, wenn dein Kundendienst noch nicht über einen Robo-Chat funktioniert. Träume nicht von künstlicher Intelligenz, wenn dein Büro vor Papierstapeln überquillt. Bleib realistisch. Mach dir bewusst, was für dein Unternehmen realisierbar ist und verliere nicht den Boden unter den Füßen. Denn sonst gehst du unter. Wie ein Aufblastierchen, dem plötzlich die Luft entweicht.

Nun ist Umdenken angesagt. Vorteile brauchen Veränderungen und der Wandel ist in vollem Gange. Es liegt an dir, was du daraus machst. Doch vergiss dabei niemals deine anfängliche Vision.

Brauchst du Hilfe?

Falls dir nun der Kopf raucht, und du dich fragst, wo du anfangen sollst, möchten wir dir als Sparringspartner zur Seite stehen. Wir wissen, welche Systeme sich verknüpfen lassen. Wie du Online-Auftritte etablierst. Und welche Prozesse dir deinen Arbeitsalltag erleichtern können.

Außerdem haben wir auch den Mumm, dir zu sagen, welche Funktionen viel zu viel kosten oder für dein Unternehmen schlichtweg Schrott sind.

Wir nehmen nicht nur dich an die Hand, sondern auch deine Mitarbeiter und Kunden. Lass uns gemeinsam den digitalen Wandel beschreiten und nicht weit hinterherhinken.